Das IS2H4C-Projekt treibt den Wandel von der industriellen Symbiose hin zu sogenannten Hubs for Circularity (H4C) voran. Im Mittelpunkt stehen nahezu emissionsfreie Industrieregionen, eine höhere Ressourceneffizienz, Konzepte der Kreislaufwirtschaft sowie die Integration erneuerbarer Energien in stark industrialisierten Regionen Europas. Das innovative Modell des Projekts wird in vier europäischen Hubs umgesetzt: Almelo & H2HubTwente (Niederlande), Basque Industrial Hub (Spanien), Industriepark Höchst (Deutschland), Izmir-Manisa Hub (Türkei). Jeder dieser Standorte zeigt auf eigene Weise neue Strategien der industriellen Symbiose.

Abbildung 1: Übersicht über die vier Hubs für Zirkularität (H4Cs) im Projekt IS2H4C und ihre zentralen Industriesektoren.
Im Rahmen des Arbeitspaketes 2 besteht unser Beitrag darin einen sektorspezifischen, aber übertragbaren Ansatz zum „Mapping“ von Schlüsseltechnologien für die industrielle Symbiose zu entwickeln. Ziel ist eine strukturierte Methodik, um Technologien zu identifizieren, zu klassifizieren und zu bewerten – anhand von technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit, Skalierbarkeit sowie ihrem Beitrag zu Synergien. Die Ergebnisse schaffen eine solide Grundlage für die Erstellung hub-spezifischer „Technology Maps“ und unterstützen die anschließenden Modellierungs- und Optimierungsarbeiten im IS2H4C-Projekt.
Im Rahmen des Arbeitspaketes 4 entwickeln wir industriespezifische Teilbereiche der Modellierungs- und Optimierungstools für die Hubs for Circularity (H4C):
- Abwärmeprofile: Erstellung von Abwärmeprofilen auf Basis modernster Prozessrouten mit dem Simulationswerkzeug Ganymed. Der Schwerpunkt liegt auf Profilen für energieintensive Industrieprozesse des Basque Industrial Hub. Zusätzlich analysieren wir mögliche Veränderungen der Abwärmeprofile durch den Einsatz neuer Technologien.
- Dynamische Lastprofile: Simulation und Analyse dynamischer Lastprofile für verschiedene Industriesektoren. Diese dienen als Eingangsgrößen für die Modellierung auf Hub-Ebene und unterstützen unsere Simulation und Bewertung von industriellen Flexibilitätspotenzialen als Reaktion auf Netz- und Marktsignale. Zudem wird der Einfluss ausgewählter klimaneutraler Technologien durch Tests in Netzmodellen untersucht.
- Agentenbasierte Modellierung: Mitwirkung am agentenbasierten Modellierungsrahmen, um Entscheidungsprozesse und Interaktionen innerhalb zirkulärer Industriesysteme zu bewerten. Unser Beitrag unterstützt die Definition industrieller Agenten.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website: IS2H4C PROJECT.
Projektpartner: Das Projekt wird von der Universität Twente koordiniert und bringt Partner aus ganz Europa (8 Länder) und darüber hinaus zusammen, darunter Universitäten, Forschungsinstitute, NGOs, große Industrieunternehmen, KMUs und verbundene Partner.

Dieses Projekt wird aus Mitteln das Forschungs- und Innovationsprogramm HORIZON der Europäischen Union im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101158473 gefördert |

