UpHy II

Upscaling of green hydrogen for mobility and industry II

 

Die globale Herausforderung, den Anteil fossiler Brennstoffe an den globalen Energiesystemen auf ein Minimum zu reduzieren, basiert sich zu einem großen Teil auf grünem (erneuerbarem) Wasserstoff.  In Österreich sind Industrie und Verkehr die größten Verbraucher von Sekundärenergie. Dabei emittiert der Verkehr rund 30 % und die Industrie samt Energiesektor rund 44 % der Treibhausgas-Emissionen (THG). Grüner Wasserstoff weist ein hohes Potenzial auf, fossile Energieträger in diesen Sektoren zu ersetzen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Verkehr können Brennstoffzellen-Fahrzeuge versorgt mit grünem Wasserstoff signifikant die THG-Emissionen senken. In der Industrie könnten mit grünem Wasserstoff der aktuell fossil-hergestellte Wasserstoff ersetzt und einige fossil-basierte Prozesse auf eine erneuerbare Basis umgestellt werden.

Das gesamte Energiesystem sollte berücksichtigt werden, um Upscaling-Szenarien der Wasserstoffversorgungskette zu simulieren. Um den zeit- und raumabhängigen Energiebedarf mit erneuerbarer Energie zu decken, muss das Potenzial aller erneuerbaren Energiequellen berücksichtigt und direkt genutzt oder von Power-to-X-Anlagen in Wasserstoff umgewandelt werden.

 

Versorgungsskette von grünem Wasserstoff

 

Zum ersten Mal in Österreich wird UpHy II eine komplette grüne Wasserstoff-Wertschöpfungskette industriellen Maßstabs von der Herstellung, Verteilung und Nutzung in Verkehr und Industrie darstellen. Die Schlüsseltechnologien sollen unter realen Einsatzbedingungen entwickelt und hinsichtlich Verfügbarkeit, Kosten, THG-Emissionen und Energieverbrauch optimiert werden. Dies soll Synergien offenlegen, die eine effiziente Kostenstruktur und eine weitere Hochskalierung ermöglichen.

Im Rahmen dieses Projekts werden am Lehrstuhl für Energieverbundtechnik folgende Schwerpunkte betrachtet:

  • Analyse des Marktpotenzials für erneuerbare Energiequellen und der Energienetzinfrastruktur für die Erzeugung und Speicherung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse
  • Durchführung einer räumlich aufgelösten RES-Potenzialanalyse zur Bestimmung der maximalen H2-Produktion für verschiedene Gebiete in Österreich

 

Projektlaufzeit:  01.04.2021 – 31.03.2025

Projektpartner HyCentA Research GmbH, VERBUND Solutions GmbH, V&F Analyse- und Messtechnik GmbH, Energieinstitut an der Johannes-Kepler-Universität, WIVA P&G

               

Fördergeber: Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Vorzeigeregion Energie“ durchgeführt.

                 

 

Öffnungszeiten

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