Re-purposing Coal Power Plants during Energy Transition

Bei diesem von der europäischen Kommission finanzierten Projekt geht es um das Umnutzungspotenzial von Kohlekraftwerken und eröffnet damit Perspektiven für Kohleregionen im Rahmen der Energiewende über den Kohleausstieg hinaus. Die Neuverwendung stillgelegter oder ausgedienter kohlebezogener Anlagen unterstützt den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (Kohle, Gas, Öl) und trägt zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung von Kohleregionen während der Energiewende bei. Sie bietet europäischen und lokalen Gemeinschaften machbare Wiederverwendungs- und Entwicklungsoptionen, unterstützt die Industrie bei Innovationen und fördert Investitionen in umweltfreundliche Technologien.

Das RECPP beginnt mit der Abbildung und Übderprüfung von Kohleregionen, die nach Land, Art, Alter usw. strukturiert sind. Dabei werden spezifische Standortvorteile und Verpflichtungen berücksichtigt (PPA, Dampfversorgung der nahe gelegenen Industrie, Bergwerke usw.). Ziel dieser Studie ist die Sammlung und Systematisierung von Daten, die sich auf eine Reihe von Voraussetzungen für die nachhaltige Nutzung der Vermögenswerte von Kohlekraftwerken im Ausstiegsprozess beziehen. Für die Untersuchung des besten Ansatzes zur nachhaltigen Umnutzung einer solchen Infrastruktur wird schließlich eine strategische und wesentliche Anzahl von typischen Kraftwerken ausgewählt.

Gleichzeitig werden nachhaltige technische Lösungen für die Wiederverwendung von Infrastruktur zusammengestellt und systematisch hinsichtlich der Randbedingungen für Kreislaufwirtschaft und Sektorkopplung beschrieben. Standortspezifische Lösungen wie Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, geothermische Energieerzeugung, H2-Einheiten, thermische Energiespeicherung unter Nutzung vorhandener Infrastruktur werden im Hinblick auf Einsparungen für die Infrastrukturwiederverwendung bewertet. Im Einklang mit den Zielen des European Green Deal wird besonderer Wert auf innovative und aufkommende Technologien gelegt, die Kohleregionen im Übergang unterstützen und schließlich die besten Lösungen für verschiedene ehemalige Kohlekraftwerksstandorte vorschlagen.

Am Ende werden die spezifizierten und zu Gruppen zusammengefasste Standorte mit den verfügbaren Technologien zur Umnutzung der Standorte abgeglichen. Die Technologien können nur für einen bestimmten Standort oder für eine Reihe von Standorten geeignet sein, abhängig von verschiedenen Kriterien wie rechtliche Fragen, technische Fragen und Marktperspektiven. Die Ergebnisse werden den besten nachhaltigen Ansatz für die Umnutzung bestehender Infrastruktur liefern und die Neuausrichtung bestehender Anlagen auf Kreislaufwirtschaft und Sektorkopplung unterstützen.

Das RECPP (RFCS Grant Agreement Nummer: 899512 - RECPP - RFCS-2019) wird vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2022 durchgeführt. Dreizehn europäische Kraftwerksbetreiber und Forschungseinrichtungen, koordiniert von VGB, sind Kernpartner, unterstützt durch die Expertise weiterer assoziierter Partner.

Das Projekt zielt auf die Einbeziehung des gesamten Industriesektors in drei aufeinanderfolgenden europäischen Workshops ab, die allen Interessengruppen wie Kommunen, Behörden und Politikern, Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft offen stehen.

 

Öffnungszeiten

Mo-Do 09:00-15:00
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